Spezial-Ausgabe: Wieviel Usability braucht eine Website?

In der heutigen Spezial-Ausgabe geht es um das Thema „Usability“.

Als Webdesigner stellt sich für mich immer wieder die Frage, wie effizient und effektiv die Benutzbarkeit einer Website sein muss.

Usability ist ein Qualitätsmerkmal, wie einfach etwas zu benutzen ist. Sprich, wie schnell können sich Menschen die Benutzung merken und wie effizient sind sie während der Benutzung. Mit Usability kommt man tagtäglich in Berührung, sei es durch die Benützung von technischen Geräten oder im digitalen Bereich, wie etwa die Benutzung von Webseiten, Mobiltelefonen oder Software.

Gerade bei Webseiten ist die einfach und verständliche Benutzbarkeit besonders wichtig.

„Im Durchschnitt brechen sechs Prozent der Benutzer den Kauf ab, weil sie den Weg zum Warenkorb nicht finden und verstehen“ (Nielsen)

Durch eine schlechte Benutzbarkeit verliert man Kunden, es entsteht eine höhere Unzufriedenheit oder gar ein Image-Schaden. Mit einer Verbesserung der Usability steigt die Konversionsrate, die Kunden verweilen länger auf der Seite und es entsteht eine Bindung von neuen Kunden

Bei der Gestaltung von Webseiten sollte auf folgende Punkte geachtet werden:

  • Effektivität: die Genauigkeit und Vollständigkeit mit der Benutzer ihre Ziele in einer bestimmten Umgebung erreichen können.
  • Effizienz: der Aufwand mit dem Ressourcen verwendet werden müssen in Relation zur Genauigkeit und Vollständigkeit mit der das Ziel erreicht wird.
  • Zufriedenheit: der Komfort und die Zugänglichkeit des Systems für den Benutzer. Diese Komponente wird immer wichtiger!

Die Grundlagen zum Design ergonomischer Benutzungsschnittstellen können im folgenden Link angesehen werden http://www.kommdesign.de/texte/din.htm

Bei der Evaluierung von Webseiten sollen unterschiedliche Fragestellungen beachtet werden:

  • Wann soll evaluiert werden? In welcher Phase des Usability-Engineering soll evaluiert werden?
  • Was soll evaluiert werden?
  • Wer soll evaluieren?
  • Handelt es sich um die Bewertung eines Produktes, oder eines Prozesses, oder beides?
  • Wo soll die Evaluierung durchgeführt werden (Labor, Arbeitsplatz)?

Es gibt unterschiedlichste Usability-Test bzw. Methoden, die jeweils Vorteile, aber auch Nachteile mit sich bringen. Eine davon ist die Eyetracking-Analyse. Beim Eyetracking geht es darum, mithilfe entsprechender technischer Hilfsmittel die Augen- bzw. die Blickbewegungen einer Testperson aufzuzeichnen und hinsichtlich verschiedener Fragestellungen auszuwerten.

  • Was wird auf einer Bildschirmseite wahrgenommen?
  • Welche Betrachtungsdauer haben einzelne Seiten und einzelne Bereiche (z. B. Menüs, Headlines, Werbebanner, grafische Elemente) innerhalb einer Seite?
  • Wie oft und wie lange werden bestimmte Inhaltsbereiche vom Blick erfasst?
  • Welche Bereiche werden intensiv gelesen oder betrachtet? Welche werden nur überfolgen?
  • Lesen die Benutzer nur Überschriften bzw. Teaser oder auch ganze Artikel?
  • Wie ist das Aufmerksamkeitsverhältnis zwischen Grafik- und Textelementen?

Hier eine Auswahl an Eye-Tracking Tools:

  • SMI vision
  • Mangold
  • tobii
  • Interactive Minds

Um einen kleine Einblick zu bekommen, wie eine Eyetracking-Analyse aussieht, könnt ihr das Ergebnis vom Nachrichtenportal Sueddeutsche.de ansehen.

Habt ihr bereits einen Usability-Test gemacht oder Feedback von Kunden zur Usability von Webseiten erhalten? Ich würde mich über Erfahrungen und Berichte von euch freuen.

^BL

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